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Verkieselung – Was bedeutet das und wie funktioniert es?

Verkieselung als Horizontalsperre durch Injektion

Beständige Feuchtigkeit verursacht Schäden am Mauerwerk. Eine bewährte und häufig angewendete Form der Kellerabdichtung ist die Verkieselung. Lesen Sie hier,

  • was man unter „Verkieselung“ versteht
  • wie dieses Verfahren der Kellerabdichtung funktioniert
  • warum Hausbesitzer die Verkieselung durchführen lassen sollten
  • warum Ihr Fachbetrieb für den Erfolg garantieren sollte
  • welche Alternativen es zur Verkieselung gibt.
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Was ist Verkieselung?

Unter „Verkieselung“ versteht man das Errichten einer Horizontalsperre durch Bohrlochinjektion. Während dafür früher – sogar schon in römischen Antike – Kieselsäure verwendet wurde, kommen heute organische oder anorganische Chemikalien zum Einsatz.

Diese gelangen über eine oder bestenfalls zwei Bohrlochreihen in das von Feuchtigkeit betroffene Mauerwerk. Die Anordnung der Bohrungen basiert auf dem WTA Merkblatt 4-4-04. Nach der Reinigung der Bohrlöcher durch Druckluft werden diese mit Packern bestückt. Über diese Trichter gelangt die Injektionsflüssigkeit drucklos oder mit Druck tief in das Mauerwerk. Dort reagiert sie mit der vorhandenen Feuchtigkeit, entwickelt wasserabweisende Eigenschaften und schließt Poren und Hohlräume im Mauerwerk: So entsteht eine durchgängige Horizontalsperre gegen kapillar aufsteigende Feuchtigkeit. Zu guter Letzt werden die Packer entfernt und die Bohrlöcher wieder verschlossen.

Verkieselung zur Kellerabdichtung
Verkieselung: Horizontalsperre gegen kapillar aufsteigende Feuchtigkeit.

Kellerabdichtung durch Verkieselung: Warum ist sie notwendig?

Ignorieren Immobilienbesitzer kapillar aufsteigende Feuchtigkeit, durchfeuchtet das Mauerwerk immer stärker. An den Stellen, an denen das Wasser an der Kellerinnenwand austritt und verdunstet, treten dann abblätternder Putz und Ausblühungen auf. Zudem siedelt sich auf einer feuchten Kellerwand leicht gesundheitsschädlicher Schimmel an. Auf lange Sicht führt Feuchtigkeit zu einem maroden Mauerwerk, das im schlimmsten Fall die Stabilität des gesamten Hauses gefährdet.

Von Nachteil: schwer überprüfbare Ausführungsgüte

Leider lässt sich die Qualität der Ausführung bei der Verkieselung selbst für Experten nur schwer nachvollziehen. Eine optische Überprüfung ist nicht möglich. Daher sollten Sie als Auftraggeber unbedingt darauf achten, dass Ihr Fachbetrieb nicht für seine handwerkliche Leistungen, sondern für den Erfolg der Maßnahme garantiert.

Ob die Kellerabdichtung durch Verkieselung zuverlässig ist, können Sie vor Ort erst nach langer Zeit feststellen: Schließlich dauert es, bis eine feuchte Kellerwand merkbar trockener wird. Alternativ können Hausbesitzer einen Abschnitt der Horizontalsperre herausschneiden und in einem Labor auf seine Wasserdurchlässigkeit untersuchen lassen. Etwas weniger aufwendig ist eine Bohrmehlanalyse.

Wichtig: vorab den Feuchtigkeitsgehalt im Mauerwerk senken

Für eine besonders hohe Erfolgswahrscheinlichkeit darf der Feuchtigkeitsgehalt im Mauerwerk vor der Verkieselung maximal 20 Prozent betragen. Wenn nötig, sollten vorab Bautrockner oder Heizstäbe eingesetzt werden. Deren Mietkosten sowie der erhöhte Stromverbrauch können die Kosten für die Verkieselung zwar deutlich erhöhen, gleichzeitig steigen die Erfolgschancen um 80 Prozent.

Alternativen zur Verkieselung

Eine Horizontalsperre als Teil der Kellerabdichtung von innen lässt sich auch durch diverse andere Methoden herstellen. Diese unterscheiden sich hinsichtlich Arbeitsaufwand und Materialverschleiß deutlich, haben individuelle Vor- und Nachteile und sind daher mit mehr oder weniger hohen Kosten verbunden.

Unter anderem gibt es diese alternativen Horizontalabdichtungen:

  • Beim Mauersägeverfahren wird das Mauerwerk mit einer Schwert- oder Seilsäge durchtrennt. In den entstandenen Schlitz werden Dichtungselemente eingebracht.
  • Ist die Kellerwand bereits stark beschädigt, empfiehlt sich häufig das Mauertauschverfahren. Mittels Kernbohrungen wird dabei Mauerwerk mit hoher Salzbelastung entfernt und durch frischen Mörtel ersetzt.
  • Das Ramm-Riffelblechverfahren stellt nur dann eine Option dar, wenn es im Mauerwerk eine durchgehende Lagerfuge gibt. In diese werden mit Pressluft Chromnickelstahlbleche eingetrieben.
  • Bei der Elektroosmose wird ein elektromagnetisches Feld erzeugt. Dieses lenkt die Wassermoleküle aus dem Mauerwerk in Richtung Erdreich.

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