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Abdichtung aussen bei drückendem vs. nicht-drückendem Wasser

Drückendes vs nicht-drückendes Wasser – Wissenswert für Abdichtungen

Drückendes vs. nicht-drückendes Wasser – Was ist was?

Welche Art der nachträglichen Kellerabdichtung langfristig die richtige ist, hängt stark von der Ursache der Feuchtigkeit im Keller ab. Unter anderem unterscheiden Experten nicht-drückendes und drückendes Wasser. Lesen Sie hier,

  • was bei der Bestimmung des jeweiligen Lastfalls zu beachten ist
  • wie sich drückendes und nicht-drückendes Wasser unterscheiden
  • welche Abdichtungsmaßnahmen jeweils zu ergreifen sind.
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Drückend oder nicht-drückend? So wird der Lastfall richtig bestimmt

Ist aufgrund von Feuchtigkeit im Keller eine nachträgliche Kellerabdichtung unumgänglich, stehen verschiedene Verfahren zur Wahl. Welche Art der Kellerabdichtung langfristig erfolgreich ist, kann nur ein Experte entscheiden. Dieser berücksichtigt dafür neben dem Zustand des Mauerwerks sowie der Statik des Gebäudes vor allem den Lastfall.

Der jeweilige Lastfall wird ermittelt, indem zum höchsten zu erwartenden Grundwasserpegel in den nächsten 20 bis 30 Jahren zusätzlich 30 Zentimeter addiert werden. Dabei müssen auch wasserwirtschaftliche Faktoren bedacht werden. Unter anderem können extreme Witterungsbedingungen mit hohen Regenmengen, die Sanierung von Abwasserkanälen oder in Bergbauregionen eine Versumpfung zu einer Veränderung des Grundwasserspiegels führen.

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Neben (nicht-)drückendem Wasser unterscheiden Fachleute Bodenfeuchte und zeitweise stauendes Sickerwasser.

Nicht-drückendes Wasser

Bei nicht-drückendem Wasser entspricht die Belastung, die auf die Kellerabdichtung wirkt, der von Bodenfeuchtigkeit. Von nicht-drückendem Wasser wird ausgegangen, wenn das Erdreich rund um das Gebäude stark durchlässig ist. Zudem muss das Oberflächenwasser ohne Stauungszonen bis zum Grundwasserspiegel versickern können. Bei mittel- bis schwachdurchlässigen Böden liegt der Lastfall „nicht-drückendes Wasser“ nur dann vor, wenn eine leistungsfähige Drainage vorhanden ist.

Drückendes Wasser

Drückendes Wasser beschreibt im Bautenschutz Wasser, das hydrostatischen Druck auf die Abdichtung von Mauerwerken, Bauwerken oder Bauteilen ausübt. Der Druck im Erdreich kann bereits zum Zeitpunkt des Neubaus vorhanden sein, aber auch erst später durch sich verändernde Bedingungen entstehen. Ursache von drückendem Wasser können der Grundwasserspiegel, Hochwasser, stauendes Sickerwasser, Hangwasser oder in anderen Formen wasserführende Bodenschichten sein.

Eine nachträgliche Abdichtung gegen drückendes Wasser ist heutzutage eine häufig anstehende Sanierungsmaßnahme, die durch gründliche Abdichtungsmaßnahmen beim Neubau möglichst vermieden werden sollte.

Wasserschaden im Keller
Ursache von drückendem Wasser können der Grundwasserspiegel, Hochwasser, stauendes Sickerwasser, Hangwasser oder in anderen Formen wasserführende Bodenschichten sein.

Abdichtung gegen (nicht-)drückendes Wasser

Abhängig vom Lastfall kommen verschiedene Maßnahmen zur Kellerabdichtung infrage. Grundsätzlich stellt dabei eine Kellerabdichtung von außen die erste Wahl dar: Nur sie schützt das Mauerwerk effektiv, so dass es wieder vollständig austrocknen kann. Damit trägt die Sperrschicht zu einer verlässlichen Statik und damit zum Werterhalt Ihrer Immobilie bei.

Abdichtung gegen nicht-drückendes Wasser

Nicht bei jedem Altbau, aber in der Regel wurde vor dem Gießen der Bodenplatte eine Kapillarschicht aus Sand oder Kies hergestellt, die das Aufsteigen von Feuchtigkeit verhindern soll. Liegt der Lastfall „nicht-drückendes Wasser“ vor, ist unter Umständen eine zusätzliche Dränage erforderlich. Eine Abdichtung der Kellerwände von außen kann durch mineralische Dichtschlämme oder einen Bitumenanstrich und Noppenbahnen erfolgen.

Um zusätzlich kapillar aufsteigende Feuchtigkeit zu unterbinden, sollten Hausbesitzer ihren Keller von innen mit einer Horizontalsperre versehen. Gängige Verfahren sind dabei das Mauersägeverfahren, das Injektionsverfahren oder die Elektroosmose.

Abdichtung gegen drückendes Wasser

Bei drückendem Wasser ist eine lückenlose Abdichtung von Kellerwänden und Bodenplatte unverzichtbar. Durch eine Schleierinjektion kann die Bodenplatte von außen abgedichtet werden. Eine Feuchtigkeitssperre von innen lässt sich durch das Aufbringen von Dichtschlämmen oder Schweißbahnen errichten.

Die Kellerwände werden durch eine Vertikalsperre vor drückendem Wasser geschützt. Sehr häufig kommen dafür heißverklebte Bitumenbahnen zum Einsatz. Dieses Verfahren heißt aufgrund der Farbe des „Erdpechs“ Schwarze Wanne. Alternativ können Sie aus Kunststoff-Dichtungsbahnen eine K-Wanne errichten lassen. Eine andere Methode der Abdichtung gegen drückendes Wasser von außen ist die Braune Wanne: Dieses Verfahren macht sich das außerordentlich hohe Quellvermögen von Bentonit zunutze.

Ebenfalls von außen – aber auch von innen – schützen mineralische Dichtungsschlämme Ihre Kellerwände vor drückendem Wasser. Eine weitere Möglichkeit der Kellerabdichtung ohne Aufgraben ist die Flächeninjektion, bei der Poren und Kanäle im Mauerwerk vergelt und damit wasserundurchlässig werden. Zwar weniger empfehlenswert als eine Kellerabdichtung von außen, stellt die Kellerabdichtung von innen manchmal die einzige Option dar – etwa, wenn ein Aufgraben aufgrund angrenzender Bebauung nicht möglich ist.

Gut zu wissen

Seit Juli 2017 gilt statt der zuvor 30 Jahre gültigen DIN 18300 die neue dreiteilige DIN 18533. Diese berücksichtigt auch die neuesten Entwicklungen im Bereich der Abdichtung erdberührter Bauteile. Dafür verzichtet sie auf die Einteilung in die oben erwähnten Lastfälle und orientiert sich für den Umfang der Abdichtung stattdessen an der Einwirkungsintensität und -art des Wassers.

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