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Keller selbst von außen abdichten - eine Anleitung

Keller von außen selbst abdichten

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Die Kellerwand in Eigenregie vor Feuchtigkeit schützen

In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Sie Ihren Keller selbst von außen abdichten können. Nach dem Lesen wissen Sie unter anderem,

  • warum ein Keller abgedichtet sein sollte
  • auf welche Weisen ein Keller abgedichtet werden kann
  • wie Sie Ihren Keller Schritt für Schritt selbst abdichten können
  • welche Tipps und Tricks es rund um das Kellerabdichten von außen gibt

Warum ist das Kellerabdichten unverzichtbar?

Der Keller zählt zu den größten Schwachpunkten am Haus. Drückendes Grundwasser, Bodenfeuchtigkeit und Sickerwasser sind nur einige potenzielle Gefahren, die den Keller schädigen könnten. Die Annahme, dass es sich „nur um den Keller handelt“, kann eine schwerwiegende Fehleinschätzung sein.

Hat eindringendes Wasser für feuchte Kellerwände gesorgt, ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich Schimmel im Keller bildet. Das kann nicht nur für die Gesundheit gefährlich werden, sondern auch die Bausubstanz angreifen. In jedem Fall können unerwartet hohe Kosten auf den Besitzer zukommen, sollte dieses Problem ignoriert werden.

Aber den Keller professionell abdichten zu lassen, kann natürlich ebenfalls einiges kosten. Sollte ein wenig handwerkliches Geschick vorhanden sein, kann man die Kellerabdichtung auch selbst in die Hand nehmen. Im Folgenden zeigen wir auf, was an Materialien benötigt wird, wie groß der Zeitaufwand und die damit einhergehenden Kosten sind. Unsere ausführliche „Keller außen abdichten Anleitung“ erklärt Ihnen verständlich, was genau zu erledigen ist. Darüber hinaus haben wir noch weitere spannende Informationen rund um das Thema „Keller selbst abdichten“ für Sie parat.

Auf diese Arten kann ein Keller abgedichtet werden

Der Keller kann sowohl von außen als auch von innen nachträglich selbst abgedichtet werden. Im Folgenden zeigen wir auf, was grundsätzlich dabei zu beachten ist.

Keller von außen abdichten

  • Zunächst sei erwähnt, dass bei der Kellerabdichtung von außen immer auch Ausgrabungen stattfinden müssen. Sollte die Immobilie mehrere Stockwerke aufweisen und die Kellerwände sind eventuell schon beschädigt, dann sollte ein Statiker mit an Bord geholt werden.
  • Wichtig: Es wird ein statischer Nachweis benötigt, wenn näher als zwei Meter an einem anderen Gebäude ausgegraben wird. Sollte das der Fall sein, dann ist es sehr empfehlenswert, dies im Vorfeld zu klären.
  • Die Außenabdichtung ist eine der bewährtesten Methoden und sollte besonders beim Altbau zum Einsatz kommen. Dieser besitzt in der Regel keinerlei Kellerabdichtung.

Keller von innen abdichten

  • Sollte eine Kellerabdichtung von außen aus verschiedenen Gründen nicht vorgenommen werden können, ist die Kellerabdichtung von innen auf jeden Fall eine gute Alternative. Dennoch darf man nicht vergessen, dass die Belastung der Feuchtigkeit von außen nach innen wirkt. Grundsätzlich ist es immer besser, die Abdichtung von außen vorzunehmen.
  • Bei stark drückendem Wasser kann eine Kellerabdichtung von innen zu schwach sein. Daher sollte an diesem Punkt ein Fachmann zur Rate gezogen werden.
  • Für Injektionsabdichtungen oder Horizontalsperren, die man von innen anbringt, muss die Wand innerhalb des Kellers trocken sein. Darüber hinaus sind diese Arbeiten nur für äußerst kompetente Handwerker geeignet.

Schritt für Schritt: Kellerabdichtung von außen Anleitung

Gegenüber der Kellerabdichtung von innen hat die Kellerabdichtung von außen viele Vorteile. Hier erklären wir Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie den Keller von außen selbst abdichten können.

1. Vorbereitung

Mit einem kleinen Bagger sollte die Ausgrabung durchgeführt werden. Dabei ist zu beachten, dass nicht tiefer als 30 Zentimeter gegraben wird. Ansonsten werden die Stützen eventuell zu stark belastet und die Statik gefährdet. Der Schacht sollte ca. 90 Zentimeter breit sein, je nach Körpergröße kann dieser auch ein wenig kleiner sein. In diesem Schacht werden sämtliche Arbeiten erledigt.

2. Überstehenden Putz entfernen

Die neue Beschichtung kann nur auf einem festsitzenden Untergrund haften. Daher muss der überstehende Putz entfernt werden. Sollten lädierte Mörtelfugen entdeckt werden, dann dürfen diese auch gerne ausgekratzt werden. Abschließend mit einem Besen, im Idealfall mit großen Borsten, abfegen und das Mauerwerk für 1 – 2 Tage trocknen lassen.

3. Kellerwände verputzen

Sobald die Kellerwände von außen getrocknet sind, kann das Verputzen beginnen. Das bedeutet, die Wand im Vorfeld zu grundieren. Als Putz sollte der P III verwendet werden. Wie üblich wird der Mörtel zunächst mit Wasser angerührt und dann mit einer einfachen Maurerkelle an die Kellerwand aufgetragen. Sobald der Putz aufgetragen und glattgestrichen wurde, muss auch dieser wieder trocknen. Je nach Dicke des Putzes kann dies bis zu 48 Stunden dauern. Hierbei einfach die Herstellerangaben berücksichtigen.

4. Abdichten mit Bitumen

Für das Auftragen der Abdichtmasse Bitumen bietet sich eine Kelle an. Die Dichtungsmasse mehrere Millimeter dick auftragen. Diese Schicht kann zwischen 4 und 7 Millimeter haben – je nachdem wie stark das Wasser drückt. Wichtig: Hierbei in jedem Fall die Herstellerangaben beachten. Die Abdichtmasse muss nun ebenfalls ca. 2 Tage trocknen.

5. Dämmung und Noppensperrbahn montieren

Im nächsten Schritt werden Styropordämmplatten und eine Noppensperrbahn verbaut. Diese haben den Vorteil, dass der Keller besser gedämmt ist und Sie Energiekosten sparen können. Als Kleber kann die Bitumenabdichtmasse hervorragend genutzt werden. Die Noppensperrbahn wird mit der Seite der Noppen an das Haus befestigt und sorgt dafür, dass das Wasser schneller abfließt. Überstehendes Material einfach nach dem Verfüllen abschneiden.

6. Anlegen einer Drainage

Bevor die Arbeiten komplett abgeschlossen sind, muss noch die Drainage verlegt werden. Diese sorgt dafür, das einsickerndes Regenwasser sich nicht an der Bodenplatte anstaut. Beim Verlegen der Drainage ist es äußerst wichtig, dass das Rohr 20 – 25 cm tiefer als die Fundamentoberfläche liegt. In keinem Fall darf die Drainage an der Oberfläche zu sehen sein. Auf die Drainage muss eine Kiesschicht gelegt werden. Diese sorgt dafür, dass das Wasser ideal abläuft und es keinerlei Verstopfungen gibt.

Nützliche Tipps & Tricks

  • Wie erwähnt kommt es beim Keller selbst abdichten immer wieder dazu, dass bestimmte Bauteile für eine gewisse Zeit trocknen müssen. Daher sollte das Abdichten geschehen bei trockenem Wetter erfolgen.
  • Des Weiteren wird der Aushub, also die ausgegrabene Erde, auch dafür verwendet, die ausgehobenen Stellen wieder zu schließen. Also darauf achten, dass der Aushub nicht versehentlich entfernt bzw. sehr weit weg von der ausgehobenen Stelle gelagert wird.
  • Das Auftragen des Putzes darf gerne schwungvoll erfolgen. Maurer nennen diese Technik auch „Anwerfen“. Das darf natürlich auch von Hobbymaurern versucht werden, erfordert aber ein wenig Übung. Das „Anwerfen“ bezweckt, dass der Putz besser hält und einfacher verteilt werden kann.
  • Die Kellerabdichtung sollte gerade angesichts des Klimawandels sehr ernst genommen werden. So steigt der Grundwasserspiegel in den meisten Regionen an. Auch extremeres Wetter ist in den nächsten Jahren zu erwarten: Starkregen oder längere Regenzeiten sind nicht unwahrscheinlich und es steigt die Gefahr, dass Feuchtigkeit in den Keller gelangt. Am besten handeln Sie also schon jetzt.
  • Sollte bei den Arbeiten festgestellt worden sein, dass es sich um einen lehmhaltigen Boden handelt, dann sollte dieser ausgetauscht werden. Lehmhaltiger Boden sorgt dafür, dass sich das Wasser besonders stark staut und nicht abfließt.

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