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Keller selber abdichten – so geht’s!

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Keller selber abdichten? - So geht's!

In diesem Blogbeitrag erfahren Sie, wie Sie den Keller selber abdichten können. Unter anderem wissen Sie nach dem Lesen,

  • warum ein Keller abgedichtet sein sollte,
  • was die Kellerabdichtung bezweckt,
  • auf welchen Art und Weisen der Keller abgedichtet werden kann,
  • wie Sie den Keller Schritt für Schritt abdichten und
  • was für Tipps & Tricks es dazu gibt.

Der Keller zählt zu einem der größten Schwachpunkte am Haus. Drückendes Grundwasser, Bodenfeuchtigkeit und Sickerwasser sind nur einige potenzielle Gefahren, die den Keller schädigen könnten. Die Annahme, dass es sich „lediglich nur um den Keller handelt“, kann eine schwerwiegende Fehleinschätzung sein.

Sollte erst einmal Wasser in das Mauerwerk des Kellers gelangen, ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich Schimmel bildet. Das kann nicht nur für die Gesundheit gefährliche Ausmaße annehmen, sondern auch die Bausubstanz angreifen. In jeden Fall können unerwartet hohe Kosten auf den Besitzer zukommen, sollte dieses Problem ignoriert werden.

Keller selber abdichten – Die wichtigsten Infos zusammengefasst im Video

Keller selbst abdichten? So geht’s!

Aber den Keller professionell abdichten zu lassen, kann natürlich ebenfalls einiges Kosten. Sollte ein wenig handwerkliches Geschick vorhanden sein, kann man das Keller abdichten auch selbst in die Hand nehmen. Im Folgenden zeigen wir auf, was an Materialien benötigt wird, wie groß der Zeitaufwand und die damit einhergehenden Kosten sind, sowie einer Schritt für Schritt Anleitung, was genau zu erledigen ist. Darüber hinaus haben wir noch weitere spannende Informationen rund um das Thema Keller selbst abdichten für Sie parat.

Warum sollte ein Keller überhaupt abgedichtet sein?

Natürlich stellt einen das Kellerabdichten vor eine gewisse Herausforderung, aber die Vorteile eines abgedichteten Kellers sind dabei enorm. Besonders hervorzuheben ist, dass ein feuchter Keller sehr schnell schimmelt. Diese Schimmelsporen können sich über die Luft verbreiten und sich dabei über kleinste Öffnungen im Haus verteilen. Durch das konstante Einatmen dieser Schimmelsporen können massive gesundheitliche Schäden auftreten. So ist ein verschimmelter Keller eine gesundheitliche Gefahr für alle Mitbewohner des Hauses, auch wenn diese den Keller selten oder gar nicht betreten. Besonders bei Kindern ist hier Vorsicht geboten.

Darüber hinaus kann ein feuchter Keller auch Möbel oder Elektrogeräte, welche sich im Keller befinden, zerstören. Das ist nicht nur sehr ärgerlich, sondern kann auch hohe Kosten nach sich ziehen. Auch ist es aufgrund der hohen Schimmelgefahr bei einem feuchten Keller nicht ratsam, Lebensmittel oder andere verderbliche Dinge dort zu lagern.

Zu guter Letzt sei noch erwähnt, dass es im Extremfall sogar dazu kommen kann, dass Schimmelpilze oder Holzfäule über eine längere Dauer hinweg, erhebliche Bauschäden verursachen, die sogar die Statik negativ beeinflussen können.

Aus diesen Gründen ist es extrem wichtig, den Keller fachgerecht abzudichten.

Schimmel an der Kellerwand - nicht immer lassen sich Rückschlüsse von der Farbe zum Schimmelpilz ziehen
Schimmel an der Kellerwand – nicht immer lassen sich Rückschlüsse von der Farbe zum Schimmelpilz ziehen.

Das sollte die Kellerabdichtung bezwecken

Wenn die Abdichtung des Kellers in kompletter Eigenarbeit erledigt wird, sollte dabei darauf geachtet werden, dass der Keller sowohl gegen abfließendes Wasser, als auch gegen haltendes Wasser geschützt ist. Folgende Eigenschaften sind dabei zu beachten:

Dieses Wasser drückt permanent und steigt bei längeren Regenfällen, sodass mehr Wasser drückt.

Kann sich sowohl aufgrund von Starkregen schnell anstauen oder durch herkömmlichen Regen bzw. Schmelzen entstehen.

Fester Boden, wie zum Beispiel Lehm, kann das Wasser dabei hindern abzulaufen.

Auf diesen Art und Weisen kann ein Keller abgedichtet werden

Der Keller kann sowohl von außen als auch von innen selbst abgedichtet werden. Im Folgenden zeigen wir auf, was grundsätzlich dabei zu beachten ist.

  • Zunächst sei erwähnt, dass bei der Kellerabdichtung von außen immer auch Ausgrabungen stattfinden müssen. Sollte die Immobilie mehrere Stockwerke aufweisen und die Kellerwände sind eventuell schon beschädigt, dann sollte ein Statiker mit an Bord geholt werden.
  • Wichtig: es wird ein statischer Nachweis benötigt, wenn näher als zwei Meter an einen anderen Gebäude ausgegraben wird. Sollte das der Fall sein, dann ist es sehr empfehlenswert, dies im Vorfeld zu klären und nicht im Nachhinein unnötigen Ärger zu verursachen.
  • Die Außenabdichtung ist einer der bewährtesten Methoden und sollte besonders beim Altbau zum Einsatz kommen, da es in der Regel so ist, dass diese gar keine Abdichtung besitzen.
  • Sollte eine Kellerabdichtung von außen, aus verschiedenen Gründen, nicht vorgenommen werden können, ist die Kellerabdichtung von Innen auf jeden Fall eine gute Alternative. Dennoch darf man nicht vergessen, das die Belastung der Feuchtigkeit von außen nach innen wirkt, sodass es immer besser ist, die Abdichtung von außen vorzunehmen.
  • Bei stark drückendem Wasser kann eine Innenabdichtung des Kellers nicht unbedingt etwas nützen. Daher sollte an diesem Punkt ein Fachmann zur Rate gezogen werden.
  • Für Injektionsabdichtungen oder horizontale Sperren, die man von innen heraus anbringt, muss die Wand innerhalb des Kellers trocken sein. Darüber hinaus sind diese Arbeiten nur etwas für äußerst kompetente Handwerker.

Schritt für Schritt den Keller von außen abdichten

Aufgrund der Schwierigkeit bei der Innenabdichtung, zeigen wir hier die Schritt für Schritt Anleitung nur für die Außenabdichtung.

Mit einem kleinen Bagger sollte die Ausgrabung durchgeführt werden. Dabei ist zu beachten, dass nicht tiefer als 30 Zentimeter gegraben wird. Ansonsten droht die Gefahr, dass die Stützen zu stark belastet werden und dementsprechend die Statik nicht mehr optimal ist. Der Schacht sollte ca. 90 Zentimeter breit sein, je nach Körpergröße kann dieser auch ein wenig kleiner sein. In diesem Schacht werden sämtliche Arbeiten erledigt.

Die neue Beschichtung kann nur auf einem festsitzendem Untergrund haften. Daher sollte der überstehende Putz entfernt werden. Sollten lädierte Mörtelfugen entdeckt werden, dann dürfen diese auch gerne ausgekratzt werden. Abschließend mit einem Besen, im Idealfall einer mit großen Borsten, abfegen und das Mauerwerk für 1 – 2 Tage trocknen lassen.

Sobald die Kellerwände von außen getrocknet sind, kann das Verputzen beginnen. Das bedeutet die Wand im Vorfeld zu grundieren. Als Putz sollte der P III verwendet werden. Wie üblich wird der Mörtel zunächst mit Wasser angerührt und dann mit einer einfachen Mauerkelle an die Kellerwand aufgetragen. Sobald der Putz aufgetragen und glattgestrichen wurde, muss auch dieser wieder trocknen. Je nach dicke des Putzes kann dies bis zu 48 Stunden dauern. Hierbei einfach die Herstellerangaben berücksichtigen.

Für das Auftragen der Abdichtmasse Bitumen bietet sich eine Kelle an. Die Dichtungsmasse mehrere Millimeter dick auftragen. Diese Schicht kann zwischen 4 und 7 Millimeter variieren, je nachdem wie stark das Wasser drückt. Wichtig! Hierbei in jedem Fall die Herstellerangaben beachten. Die Abdichtmasse muss nun ebenfalls wieder ca. 2 Tage trocknen. Aber auch gilt: Herstellerangaben befolgen.

Im nächsten Schritt werden Styropordämmplatten und eine Noppensperrbahn verbaut. Diese haben auch den Vorteil, dass der Keller besser gedämmt ist, dadurch können Energiekosten gesenkt werden. Als Kleber kann die Bitumenabdichtmasse hervorragend genutzt werden. Die Noppensperrbahn wird mit der Seite der Noppen an das Haus befestigt und sorgt dafür, dass das Wasser schneller abfließt. Überstehendes Material einfach nach dem Verfüllen abschneiden.

Bevor die Arbeiten komplett abgeschlossen werden können, muss noch die Drainage verlegt werden. Diese sorgt dafür, das einsickerndes Regenwasser sich nicht an die Bodenplatte anstaut. Beim Verlegen der Drainage ist es äußerst wichtig, dass das Rohr ca. 20 – 25 cm tiefer als die Fundamentoberfläche liegt. In keinem Fall darf die Drainage an der Oberfläche zu sehen sein. Auf der Drainage muss eine Kiesschicht gelegt werden, diese sorgt dafür, dass das Wasser ideal abläuft und es keinerlei Verstopfungen gibt.

Nützliche Tipps & Tricks rund um das Thema Keller selbst abdichten

  • Wie eben erwähnt kommt es beim Keller selbst abdichten immer wieder dazu, dass bestimmte Bauteile für eine gewisse Zeit trocknen müssen, daher sollte das Abdichten geschehen, wenn es Trocken ist. Also im Vorfeld die Wetterprognosen im Blick haben und wenn trockenes Wetter gemeldet wird, kann die Arbeit ruhigen Gewissens durchgeführt werden. Das bedeutet aber auch, dass das die gesamte Arbeit zügig und in einem Rutsch ausgeführt werden sollte, ansonsten steigt die Wahrscheinlichkeit, dass es beginnt zu regnen.
  • Des Weiteren wird der Aushub, also die ausgegrabene Erde, auch dafür verwendet, die ausgehobenen Stellen wieder zu schließen. Also darauf achten, dass der Aushub nicht zu versehentlich entfernt bzw. sehr weit weg von der ausgehobenen Stelle gelagert wird.
  • Beim Putz auftragen gilt, dies gerne mit Schwung zu machen. Maurer nennen diese Technik auch „anwerfen“. Das darf natürlich auch von Hobbymaurern versucht werden, erfordert aber ein wenig Übung. Das „Anwerfen“ bezweckt aber, dass der Putz deutlich besser hält und einfacher verteilt werden kann.
  • Die Kellerabdichtung sollte auch im Bezug auf den Klimawandel sehr ernst genommen werden. So steigt der Grundwasserspiegel in den meisten Regionen an. Auch extremeres Wetter ist in den nächsten Jahren zu erwarten, sodass Starkregen oder längere Regenzeiten nicht gänzlich ungewöhnlich sind. Durch das extremere Wetter steigt die Gefahr umso mehr, dass Feuchtigkeit in den Keller gelangt. Also sollte ggf. jetzt schon gehandelt werden, umso auch in stürmischen Zeiten auf ein trockenes Mauerwerk vertrauen zu können.
  • Sollte bei den Arbeiten festgestellt worden sein, dass es sich um einen lehmhaltigen Boden handelt, dann sollte dieser in jedem Fall ausgetauscht werden. Lehmhaltiger Boden sorgt nämlich dafür, dass sich das Wasser besonders stark staut und nicht abfließt.

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