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Kellersanierung - Altes wieder erneuern

Kellersanierung – was Sie beachten sollten

Der Ausbau eines sauberen und trockenen Kellers wird aktuell in Deutschland immer beliebter und damit einhergehend eine umfangreiche Kellersanierung. Mit einigen wenigen baulichen Maßnahmen kann aus dem Keller ein sehr schöner Wohnraum geschaffen werden. Einige Immobilienbesitzer versehen Ihren Keller sogar mit einem Badezimmer oder einer Küche oder verlegen sogar Ihr Schlafzimmer in den Keller, um im Sommer von den angenehmen Temperaturen zu profitieren. Viele Keller sind jedoch für den Ausbau zu einem Wohnraum nicht geeignet. Undichte sowie durchnässte Kellerwände bilden keine gute Basis für einen Raum, in dem man sich für einen längeren Zeitraum aufhalten möchte. Ab einem bestimmten Grad der Feuchtigkeit kann der Keller nicht mehr durch eine Kellerabdichtung trockengelegt werden, sondern muss umfassend saniert werden.

Was ist der Unterschied zwischen einer Sanierung und einer Abdichtung des Kellers?

Den meisten Menschen ist hierbei nicht klar, dass es sich bei der Abdichtung und der Sanierung eines Kellers um zwei unterschiedliche Dinge handelt. Grundsätzlich geschieht die Abdichtung des Kellers, um diesen vorsorglich gegen das Eindringen von Feuchtigkeit zu schützen, während eine Sanierung immer dann notwendig wird, wenn die Bausubstanz bereits so stark angegriffen ist, dass sie durch eine bloße Abdichtung nicht mehr gerettet werden kann. In vielen Fällen stellt die Abdichtung eine der zahlreichen Methoden der Sanierung dar.

Hierbei wird vor allem zwischen der reinen Innensanierung und der Außensanierung unterschieden. Bei der Innensanierung wird der Keller aus seinem Inneren heraus saniert. Dabei werden lediglich jene Maßnahmen durchgeführt, um beschädigte oder durchnässte Teile wieder zu reparieren und trockenzulegen. Die Außensanierung erfordert jedoch stets einen Erdaushub und muss von der Außenseite der Kellerwände erfolgen. Teilweise kann es sogar sein, dass die Bausubstanz so stark angegriffen ist, dass sie nicht mehr gerettet werden kann. In diesen Fällen müssen oftmals sogar ganze Mauerteile aus dem Keller entfernt und ersetzt werden.

Maßnahmen der Kellersanierung:

Häufig wird sich bei der Sanierung des Kellers auf folgende Maßnahmen gestützt:

  • Vertikalabdichtung mit Filtervliesen, Schlämmen und Bitumen
  • Horizontalabdichtung mit Filtervliesen, Schlämmen und Bitumen
  • Unterfangungs- und Rammverfahren in lagerfugigem Mauerwerk mit einem Blech
  • Druckinjektion von Silikaten und Harzen
  • Injizierung von Dichtungsmitteln direkt in die Bausubstanz
  • elektrische Trocknung mithilfe von Kriechstrom
  • Trocknung durch wasserbindende Stoffe, die in Bohrlöcher eingelegt werden
  • Erdaushub an der Außenseite der Kellerwand
  • Abdichtung der Außenseite mit Bitumen.

Weswegen sollte der Keller isoliert werden?

Eine der drei großen Hauptmaßnahmen einer Sanierung des Kellers besteht in dessen Isolierung. Darunter versteht man dessen Schutz vor eindringendem Wasser. Durch die unterschiedlichen Isolierungsmaßnahmen werden zahlreiche Ursachen ausgeschlossen, die zu einem feuchten Keller führen können. Diese Vorkehrungen sind zwingend notwendig, wenn der Keller ebenfalls als Wohnraum genutzt werden soll. Obwohl es sich bei der Isolierung und der Dämmung um zwei unterschiedliche Arbeitsschritte handelt, hat die Isolierung ebenfalls große Auswirkungen auf die Wärmedämmung des Kellers. Eine von Wasser durchnässte Kellerwand besitzt eine enorm hohe Wärmeleitfähigkeit und sorgt dadurch für eine besonders schlechte Wärmedämmung.

Darüber hinaus stellt eine nasse Kellerwand einen optimalen Nährboden für die Bildung und Verbreitung von Schimmelpilzen und Schwämmen dar. Die Sporen der Schimmelpilze können dabei zu ernsten gesundheitlichen Bedrohungen für Sie und Ihre Familie werden. Durch die Isolierung des Kellers schützen Sie daher nicht nur das Mauerwerk des Kellers vor Beschädigungen, sondern ebenfalls Ihre Gesundheit.

Bei der Isolierung des Kellers werden nicht nur sämtliche erkennbaren Löcher und Fugen versiegelt. Neben diesem überaus wichtigen Teil der Isolierung wird ebenfalls durch unterschiedliche Maßnahmen versucht, das Mauerwerk vor einem Eindringen von Wasser zu schützen. Die Abdichtung des Kellers erfolgt dabei sowohl von der Außen- als auch von der Innenseite. Während man an der Außenseite der Kellerwand vorrangig auf die Verwendung von Bitumen (Erdpech) setzt, haben sich bei der Isolierung an der Innenseite sowohl Bitumen, Dichtschlamm als auch Schleiergel etabliert. Die Isolierung stellt dabei eine der wichtigsten Maßnahmen dar, um den Wert des Kellers zu erhalten.

Warum ist es ratsam, den Keller dämmen zu lassen?

Eine zweite wichtige Aufgabe, die bei der Kellersanierung verfolgt wird, ist die Dämmung des Kellers. Bei der Wärmedämmung denken die meisten Menschen lediglich an die Dämmung der Fassaden. Nach einer Dämmung des Daches geben sich viele Immobilienbesitzer jedoch mit den eigenen Maßnahmen zur Wärmedämmung zufrieden. Ein Großteil aller Hausbesitzer erkennt dabei nicht, dass der Keller eines der größten Wärmelecks des gesamten Hauses darstellt. Durch einen Keller ohne Dämmung kann bis zu zehn Prozent der gesamten Wärmeenergie ungehindert in das Erdreich abgegeben werden. Durch die Beheizung der Wohnräume eines Hauses steigt die Raumtemperatur auf allen Etagen. Im Keller liegt meist eine wesentlich geringere Temperatur vor. Aus diesem Grund gleichen sich die Raumtemperaturen auf natürliche Art und Weise an und das gesamte Haus heizt für den Keller mit, obwohl die Wärme im Keller sofort nach außen geleitet wird.

Vorteile einer Dämmung

Die Wärmedämmung des Kellers senkt jedoch nicht nur Ihre Energiekosten, sondern ist ebenfalls mit mehreren anderen Vorteilen verbunden. Einer der bedeutendsten Vorzüge eines gedämmten Kellers besteht darin, dass die Temperatur des Fußbodens im Erdgeschoss deutlich ansteigt. Das bedeutet, dass Sie im Erdgeschoss bei einem gedämmten Keller keine kalten Füße mehr bekommen und deshalb von einer wesentlich höheren Lebensqualität profitieren. Darüber hinaus sorgt die Kellerdämmung dafür, dass die Wände in Ihrem Keller eine wesentlich höhere Temperatur besitzen. Diese führt nicht nur dazu, dass sich die Wände wärmer anfühlen, sondern senkt ebenfalls die Kondensation der Luftfeuchtigkeit an den Wänden. Sie müssen daher wesentlich seltener lüften, um nasse Kellerwände zu vermeiden. Gleichzeitig sinkt ebenfalls Ihr Risiko auf einen Schimmelpilzbefall erheblich und die Kellersanierung rentiert sich langfristig.

Bei der Kellerdämmung wird zwischen zwei hauptsächlichen Vorgehensweisen unterschieden. Planen Sie, den Keller als Wohnraum zu nutzen und sich häufiger im Keller aufzuhalten, bietet sich eine vollständige Kellerdämmung an. Werden Sie Ihren Keller jedoch nicht regelmäßig beheizen und diesen als Wohnraum nutzen, kann die Wärmedämmung der Kellerdecke ausreichen. Auch bei dieser Möglichkeit stopfen Sie das Wärmeleck und profitieren von den meisten genannten Vorteilen. Eine Wärmedämmung der Kellerdecke ist dabei wesentlich kostengünstiger als eine Wärmedämmung des gesamten Kellers. Bei dieser Alternative weisen jedoch die Kellerwände noch immer eine sehr niedrige Temperatur auf und können somit die Kondensation von Wasser begünstigen.

Den Keller mit Wandbelägen optimal als Wohnraum nutzen

Abschließend ist ebenfalls die Gestaltung der Kellerwände ein wesentlicher Teil einer umfassenden Kellersanierung. Dabei stehen Ihnen zahlreiche unterschiedliche Möglichkeiten zur Verfügung. Die Wahl des Wandbelags hat dabei einen entscheidenden Einfluss auf die Wirkung der Kellerwände und bringt eigene Vor- sowie Nachteile mit sich. Das Verputzen der Wände bietet sich vor allem dann an, wenn diese später mit einer beliebigen Farbe gestrichen werden sollen. Die Kombination aus hochwertigem Putz und einer qualitativen Wandfarbe zeichnet sich dabei durch eine besonders hohe Langlebigkeit aus. Hierbei haben Sie sogar die Möglichkeit, glatte sowie strukturierte Oberflächen zu gestalten. Dabei können Sie die verputzte Wand bei Bedarf sogar mehrmals neu überstreichen.

Eine weitere Möglichkeit besteht im Tapezieren der Kellerwände. Dieser Wandbelag besitzt den Vorteil, dass er mit sehr wenig Aufwand entfernt oder erneuert werden kann. Dadurch sind vielfältige Designs und Optiken möglich, um den Keller genau so zu gestalten, damit Sie ihn bestmöglich nutzen können. Eine Tapete altert jedoch materialbedingt wesentlich schneller als Putz und muss daher in regelmäßigen Abständen erneuert werden. Dieser Wandbelag ist daher die optimale Wahl für Sie, wenn Sie sich in regelmäßigen Abständen Veränderung in Ihrem Keller wünschen und diesen umgestalten möchten.

Zusammenfassend: Die Kellersanierung

Den Keller zu sanieren kann auf unterschiedlichen Wegen geschehen, je nach Sanierungsziel eignet sich der eine besser als der andere. Auf eine umfassende Abdichtung & Dämmung sollte keinesfalls verzichtet werden, wenn der Kellerraum zukünftig als trockener Wohnraum genutzt werden sollte. Die Energiekosten des gesamten Haushalts lassen sich dabei um bis zu 10% reduzieren.

Hier geht’s zu einem passenden Wikipedia Artikel über Sanierungen.

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